In meiner Nachbarschaft geschah eine Tragödie. Ein sehr junger Vater starb und hinterließ seinen fünfjährigen Sohn einsam. Dieser Junge war etwas Besonderes – schön wie ein Engel, sehr aufgeweckt und gesprächig. Ich hatte ihn häufig mit seinem Vater gesehen. Sie standen einander wirklich nahe. Nach der Beerdigung des Vaters hatte ich den Jungen einige Monate lang nicht wiedergesehen.
Als ich ihn das erste Mal nach der Tragödie traf, war er allein. Er wartete auf seine Mutti. Wie gewöhnlich sprachen wir miteinander, auch wenn es sehr schwer für mich war. Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten soll – als ob nichts passiert sei oder ob ich ihn nach seinem Vater fragen sollte. Ich entschied mich für ersteres. Mitten im Gespräch hörte der Junge auf zu sprechen und fragte mich aus heiterem Himmel: „Weißt du, dass mein Vater gestorben ist?“ Ich verstummte einen Augenblick. Ich war zu überrascht. Ich fragte ihn, ob er ihn vermisste, aber er tat so, als ob er mich nicht gehört hätte, und plauderte weiter – über seine Freunde, seinen Geburtstag… und sagte plötzlich leise: „Ja, ich vermisse ihn. Sehr.“
Dann kam seine Mutter und unser Gespräch war beendet. Es ist wichtig, mit Kindern über Verlust, Sterben und Schmerz zu sprechen.
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2011 7 Nov
Mit Verlust umgehen
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2011 29 Aug
Suche neue Ideen für den Kindergarten
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Ich bins nochmal
Wenn ich schon mal hier bin, wollt ich auch gleich fragen, ob ihr vielleicht ein paar neue Ideen habt, was mit den Kindern (Kindergarten) so anstellen kann? In dem Kindergarten wo ich im Moment beschäftigt bin, wird sehr auf das Alt-bewährte gesetzt und wenig Neues ausprobiert, und da ich von Natur aus ein sehr neugieriger udn unternehmenslustiger Mensch bin (hihi), wäre ich für Vorschläge und Ideen offen.
LG, das Tinchen
2011 28 Mrz
Geschichten erzählen
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Unsere jüngere Tochter schläft morgens gerne aus. Sie war wirklich sehr sauer, wenn sie morgens in den Kindergarten gehen sollte. Sie weinte und es war wirklich sehr schwer, sie in den Kindergarten zu bringen. Deshalb entschloss ich mich dazu, etwas dagegen zu tun. Ich begann, ihr Geschichten zu erzählen, wenn ich sie weckte. Normalerweise nahm ich sie in den Arm und brachte sie zum Kindergarten (glücklicherweise nicht weit weg von unserem Heim). Den ganzen Weg lang erzählte ich ihr Geschichten, und es funktionierte. Wir lösten das Problem. Ich finde, dass das der richtige Weg war. Leider sind die meisten unter uns so unter Stress und wir haben so viel Angst davor, zu spät zur Arbeit zu kommen, dass wir nicht verstehen, was unsere Kinder brauchen. Wie der serbische Dichter Rsumovic schon sagte: „Dete nije dete, igra_ka za strine i tete dete je dete da ga volite i razumete“ (ein Kind ist kein Spielzeug für Tanten, ein Kind ist ein Kind, das du lieben und verstehen musst).
2011 28 Mrz
Spät dran sein
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Jetzt, wo ich alt bin, denke ich oft an die Zeit zurück, als meine Töchter in den Kindergarten gingen. Zu dieser Zeit arbeitete ich in einer Firma, die versuchte, aus einer Krise heraus zu kommen. Wir arbeiteten lange Tage und vergeudeten Zeit mit Besprechungen. Normalerweise holte meine Frau unsere jüngere Tochter vom Kindergarten ab. Einmal allerdings sollte ich sie abholen. Leider hatten wir schon wieder eine dieser Besprechungen, um eine Lösung aus der Krise heraus zu finden. Also kam ich spät zum Kindergarten. Alle anderen Kinder waren schon weg, nur meine Tochter wartete da mit der Putzfrau. Sie war froh, als ich kam, aber mir ging es dabei sehr schlecht. Sogar heute noch habe ich noch ein ungutes Gefühl, wenn ich an dieses Ereignis zurückdenke. Wenn ich darauf zurückblicke, finde ich, dass es wichtiger ist, sich um seine Familie zu kümmern, als ein Workaholic zu sein und zu denken, dass lange Arbeitstage die Firma aus der Krise herauskriegen.
2010 3 Nov
Sicher in den Kindergarten
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Hallo, ich bin Maike und seit kurzem fertige Erzieherin (endlich
)
Bei uns werden in der Früh viele Kinder von ihren Eltern mit dem Rad gebracht, sofern das vom Wetter her passt. Viele habe diese Fahrradanhänger hinten am Rad dran. Und da frage ich mich schon manchmal, ob diese Dinger auch sicher sind? Immerhin können die Eltern ihre Kinder während der Fahrt nicht sehen, dann sitzen die auch so tief, was wenn ein Auto die übersieht? Und ich weiss ja nicht, ob diese Anhänger richtig gefedert sind. Bei manchen mach ich mir da echt Sorgen, dass denen auf dem Weg zum Kindergarten nichts passiert...
Hab irgendwer damit schon mal Erfahrungen gemacht beziehungsweise wird sowas bei euch im Kindergarten angesprochen?
2010 29 Okt
Fremde Leckereien aus fernen Ländern
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Mit einigem Entsetzen habe ich einige Äußerungen bestimmter Politiker in der aktuellen Migrationsdiskussion der letzten Tage und Wochen vernommen. Da werden Thesen aufgestellt wo ich mich frage, ob die sich jemals angeschaut haben, wies den in Wirklichkeit ausschaut. Da ist in dieser Debate von fehlender Integration bereits im Kindergartenalter zu hören und was noch alles schreckliches. Da wollte ich mal aus sicher einer "Betroffenen", nämlich einer Erzieherin meine Erfahrungen schildern.
Ich arbeite in einem eher kleinerem Kindergarten, aber auch wir haben einige Kinder mit "Migrationshintergrund", wie das so schön offiziel heißt.
weiterlesen... »2010 29 Okt
Streit unter Geschwistern
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Seit einem halben Jahr betreue ich vier Tage pro Woche als Tagesmutter zwei Jungs im Alter von zwei und drei Jahren. Insgesamt klappt das ganz gut, die Kinder haben sich an mich gewöhnt, und auch die Zusammenarbeit mit den Eltern läuft gut. Allerdings gibt es immer wieder Situationen, in denen ich mich ein bisschen hilflos fühle, und das hat meisten damit zu tun, dass es Konflikte zwischen den Jungs gibt.
Lukas (3) hat zum Geburtstag einen neuen Bagger bekommen, den er über alles liebt. Nur sehr ungern lässt er ihn für wenige Minuten aus den Augen, und dann kommt es häufig vor, dass Vincent (2) sich den Bagger schnappt. Bemerkt Lukas das, stürzt er sofort auf seinen Bruder zu, versucht ihm das Spielzeug zu entreißen, tritt sogar nach Vincent oder zieht ihn an den Haaren. Das Geschrei ist natürlich groß, Lukas brüllt, Vincent schluchzt, sie wälzen sich auf dem Boden und zerren an dem Bagger... Nun ist es an mir, den Streit zu schlichten, aber wie? Ich habe versucht, Lukas zuzureden, gemeinsam mit seinem Bruder zu spielen, aber in solchen Momenten klappt es nicht, und auch Vincent ist nicht davon abzuhalten, immer wieder die Sachen seines Bruders zu nehmen, obwohl er weiß, dass der dann furchtbar wütend wird.
Ich hätte gerne gewusst, wie andere Kolleginnen in solchen Situationen reagieren. Hat jemand einen guten Tipp für mich?
2010 12 Okt
Natürliches Lernen mit Erdäpfeln
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In unserem kleinen Kindergarten-Garten hatten wir Erdäpfel angepflanzt. Nun war Erntezeit. Das Ausbuddeln war für die Kinder wie Schatzsuche. Jede einzelne Kartoffel wurde zum begehrten Schatz! Eine jede wurde bestaunt und bejubelt. Als wir sie alle beisammen hatten, zählten wir sie gemeinsam. 1...2...3... - 88! Wir hatten genau 88! Ein Kind staunte sehr und fragte: "Was, die Kartoffeln findet man einfach in der Erde? Man muss sie gar nicht kaufen?" Dann bekamen die Kinder Lust, die Kartoffeln nach Größe zu sortieren und ihre unterschiedlichen Formen zu begutachten. Manche waren sooo klitzeklein, dass man genau hingucken musste, um sie überhaupt als Kartoffel zu erkennen.
weiterlesen... »2010 12 Okt
Defizite bei Kindern: wie sage ich es den Eltern?
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Der Leistungsdruck in unserer Gesellschaft, der im schulischen Leben sehr stark Atmosphäre, Denken und Handeln von Eltern und Kindern bestimmt, ist auch im Kindergartenalltag oft schon spürbar. Eltern wünschen sich, dass Ihre Kinder möglichst viel lernen und möglichst intensiv gefördert werden. Viele reagieren panisch oder zumindest ängstlich und voller Sorge, wenn Ihr Kind nicht der Norm entspricht oder nicht das hinkriegt, was andere in seinem Alter schon können.
weiterlesen... »2010 11 Okt
Hundebesuch
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In unserem Kindergarten gab es eine ganze Menge Tiere: Marienkäfer, eine kleine Katze, die uns manchmal draußen im Garten besuchte, ein paar Spatzen, ein paar Regenwürmer und im Sommer auch eine ganze Menge Fliegen, Bienen und leider auch Wespen. Letzte Woche hatten wir aber einen ganz besonderen Besuch bei uns: Es kam nämlich ein kleiner Hund zu Besuch.
In kürzester Zeit standen alle Kinder von unserem kleinen Kindergarten um den Hund herum und waren sehr aufgeregt. Der Hund konnte nämlich Tricks. Jedes Kind durfte nun einen Trick mit dem Hund durchführen: Der Hund sprang auf den Rücken, er lief durch die Beine, er gab die Pfote, er steckte eine Centmünze in den Geldbeutel und konnte sogar einen Regenschirm halten. Die Kinder waren begeistert.
2010 16 Jun
Abgeben und Loslassen
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Eines Tages meldete sich ein junger Architekt bei mir, der für seinen damals 10 Monate alten Sohn, nennen wir ihn Jonas, einen Betreuungsplatz suchte. Er hatte bis dahin seinen Sohn immer mit ins Büro bzw. ihn in der Rückentrage mit auf die Baustellen genommen, wenn er vor Ort zu tun hatte.
Die Mama, eine Ärztin, konnte sich wegen ihres Schichtdienstes im Krankenhaus nicht regelmäßig um Jonas kümmern. Der Vater hatte ein inniges Verhältnis zu seinem Sohn und die Entscheidung, ihn „aus den Händen“ zu geben, fiel ihm sichtlich schwer.
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