Dieses Projekt wurde in einem Kindergarten durchgeführt, mit dem Ziel, die emotionale und rationale Entwicklung bei Kindern zu stimulieren. Der Hund, sorgfältig ausgesucht und trainiert, wurde eine Zeit lang einmal in der Woche von seinem Besitzer in die Schule gebracht. Wenn der Hund kam, warteten die Kinder – noch sehr aufgeregt vom Mal davor – an der Tür auf ihn. Der Hund tapste in den großen Raum hinein, von den älteren Kindern verfolgt und nachgeahmt, während die jüngeren lieber ins Klassenzimmer hinein kamen; einige wagten sich näher an den Hund heran, aber nahmen dann plötzlich Zuflucht hinter dem Lehrer, wenn der Hund innig reagierte. Unter den Betrachtungen, die der Lehrerstab über dieses Experiment anstellte, war die interessanteste darüber, wie die Kinder den Hund nachahmten: Sie imitierten den Hund automatisch. Seine Art sich zu bewegen, zu laufen, zu schnüffeln, zu fressen und zu trinken. Der Hund wurde zum „Leiter“ in diesem Spiel und die Kinder fingen an, sich auf allen Vieren zu bewegen, zu schnüffeln, sich hinzulegen, herumzurollen usw. Soweit zeigte das Experiment, dass zweijährige Kinder gerne imitieren und spielen, was auch immer sie sehen, und insbesondere Dinge, die sie berühren. Probleme kamen zur Mittagszeit auf: Der Hund fraß aus einer Schüssel auf dem Boden mitten im Speisesaal. Der Plan war, dass alle gemeinsam essen sollten, und dass der Hund aus einer Schüssel auf dem Boden mitten im Speisesaal fressen sollte. Aber plötzlich wollten die Kinder – dem Hund gleich – ihre Teller auch auf den Boden stellen… Hatte der Hund eine Art „Regression“ verursacht? Was sollten die Lehrer tun? Was würden die Eltern über das Experiment denken? Eine Lehrerin fand die richtigen Worte. Sie sagte zu den Kindern, die am Boden aßen: „Hör auf, Hund zu spielen! Jetzt spielen wir Kind!“. Das war ein aufschlussreicher Satz: Die Kindern waren in ein symbolisches Spiel eingetreten, konnten es aber auch abschließen, wann sie wollten. Es war keine Art Regression, es war ein „zeitlich unpassendes Nachahmungssspiel“. Aufgabe der Lehrer war, die Kinder in die wirkliche Situation zurückzuführen: Hunde essen am Boden, Kinder am Tisch. Kinder setzen sich zum Essen, verwenden eine Gabel … und Hunde nicht. Die Kinder erkannten den Unterschied zwischen Hunden und Kindern. Eine mögliche Weiterentwicklung des Experiments wäre vielleicht gewesen, dass man den Kindern ein neues Spiel in der Küchenecke des Klassenzimmers vorschlägt: Die Kinder bereiten das Hundefutter, machen die Schüssel fertig und rufen den Hund zum Essen. Dabei könnten sie auch den Hund nachahmen. Spiel ist frei: Es sollte keine Regeln und Begrenzungen haben. Spiel ist Unterhaltung und Spaß.
Archiv: Tiere
2011 7 Nov
Ein Hund in der Schule: ein Bildungsprojekt
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2011 7 Nov
Wir hatten ein Haustier in der Klasse
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Wir hatten ein Klassenhaustier, einen kleinen Hamster namens Pon. Als ich in dieser Schule anfing, war er schon da, und man erklärte mir also, dass man bei seinem Tod einen kaufte, der genauso aussieht, weil die Kinder jedes Mal so traurig waren, wenn er starb. Das kam mir als eine gute Idee vor und, naja, es sind schon merkwürdigere Dinge passiert.
Eines Tages kam Joaquín, ein fünfjähriges Kind, sehr traurig in die Schule, und seine Mutter warnte mich, dass sein Hund gestorben sei. Er weinte von Zeit zu Zeit und sagte mir, dass wenn Lala (sein Hund) dasselbe wie Pon der Hamster gegessen hätte, dann wäre sie nicht gestorben.
Deshalb bin ich nicht dafür, den Hamster „wieder zu beleben“ – das bedeutet nämlich, dass man Kinder hinters Licht führt, und das ist nicht gut.
Hier habe ich also meine Meinung gesagt.
2011 7 Nov
Ein Ausflug
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Im Herbst dieses Jahres haben wir mit einer Kindergruppe einen Ausflug zu einem Bauernhof in der Nähe unseres Kindergartens gemacht. Auf dem Bauernhof gibt es ein Café und es werden Reitkurse und alle möglichen anderen Veranstaltungen abgehalten. Vorher bereiteten wir den Ausflug zusammen mit den Kindern vor, besprachen, welche Tiere wir dort sehen würden, malten Bilder von diesen Tieren und sangen Lieder, die zum Thema passen. Am Ausflugstag waren die Kinder begeistert und wanderten atemlos in Zweierreihe zum Bauernhof. Glücklicherweise war das Wetter sonnig. Auf dem Bauernhof sahen wir Hühner, Pferde, Hunde und Lämmer, und die Kinder waren besonders von den kleinen Ponys fasziniert. Die durften wir auch anfassen. Wir aßen unser Picknick auf dem Hof und gingen zurück zum Kindergarten. Danach ruhten sich die Kinder eine Weile aus. Über den Ausflug sprachen die Kinder noch lange Zeit danach. Jedes Kind malte etwas, woran es sich von dem Ausflug am besten erinnerte. Diese Art von Ausflug bringt Erfrischung in den Alltag der Kinder und den der Kindergartenmitarbeiter.
2010 11 Okt
Hundebesuch
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In unserem Kindergarten gab es eine ganze Menge Tiere: Marienkäfer, eine kleine Katze, die uns manchmal draußen im Garten besuchte, ein paar Spatzen, ein paar Regenwürmer und im Sommer auch eine ganze Menge Fliegen, Bienen und leider auch Wespen. Letzte Woche hatten wir aber einen ganz besonderen Besuch bei uns: Es kam nämlich ein kleiner Hund zu Besuch.
In kürzester Zeit standen alle Kinder von unserem kleinen Kindergarten um den Hund herum und waren sehr aufgeregt. Der Hund konnte nämlich Tricks. Jedes Kind durfte nun einen Trick mit dem Hund durchführen: Der Hund sprang auf den Rücken, er lief durch die Beine, er gab die Pfote, er steckte eine Centmünze in den Geldbeutel und konnte sogar einen Regenschirm halten. Die Kinder waren begeistert.